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23. Januar 2025

Cannabis in der Tiermedizin: Ein neuer Ansatz zur Behandlung von Tieren


In den letzten Jahren hat sich die Diskussion über den Einsatz von Cannabis in der Tiermedizin intensiviert. Während Cannabis bei Menschen zunehmend als therapeutisches Mittel anerkannt wird, stellt sich die Frage, wie es auch in der Behandlung von Tieren eingesetzt werden kann. Vor allem bei chronischen Schmerzen, Angstzuständen, Epilepsie und anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Hauterkrankungen, wird Cannabis als vielversprechende Option betrachtet. Doch was sollten Tierhalter darüber wissen?

Was ist Cannabis und wie wirkt es?

Cannabis enthält verschiedene chemische Verbindungen, die als Cannabinoide bekannt sind. Die bekanntesten unter ihnen sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist psychoaktiv und sorgt für das „High“, während CBD keine berauschenden Wirkungen hat und für seine therapeutischen Eigenschaften geschätzt wird.

In der Tiermedizin wird vor allem CBD eingesetzt, da es eine Vielzahl von positiven Effekten auf die Gesundheit von Tieren haben kann, ohne die unerwünschten psychoaktiven Wirkungen von THC zu verursachen. CBD wirkt auf das Endocannabinoid-System, das alle Säugetiere besitzen, und das eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Schmerz, Stimmung, Appetit und Immunantwort spielt.

Anwendungsgebiete in der Tiermedizin

Die Verwendung von Cannabis in der Tiermedizin hat sich in verschiedenen Bereichen als vielversprechend erwiesen:

1. Schmerzlinderung

Cannabis hat schmerzlindernde Eigenschaften, die bei Tieren mit chronischen Schmerzen, wie etwa Arthrose oder anderen degenerativen Erkrankungen, von Vorteil sein können. Studien deuten darauf hin, dass CBD die Schmerzwahrnehmung reduzieren und die Beweglichkeit der Tiere verbessern kann.

2. Angst- und Stressbewältigung

Viele Haustiere leiden unter Angstzuständen, sei es durch Geräuschangst oder andere Stressfaktoren. CBD kann helfen, die Angst zu lindern, indem es beruhigende Effekte hat. Es wird häufig bei Hunden verwendet, die unter Angstzuständen leiden, sei es während Gewittern, Feuerwerken oder Reisen.

3. Behandlung von Epilepsie

Eine der vielversprechendsten Anwendungen von Cannabis in der Tiermedizin ist die Behandlung von Epilepsie und anderen epilepsieartigen Erkrankungen. Studien haben gezeigt, dass CBD bei Hunden, die unter Epilepsie leiden, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle reduzieren kann. Dies könnte eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen Antiepileptika sein, die oft mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden sind.

4. Unterstützung bei Krebserkrankungen

Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabinoide das Wachstum von Tumoren hemmen und die Lebensqualität von Tieren mit Krebs verbessern können. CBD kann als unterstützende Therapie eingesetzt werden, um Schmerzen und Übelkeit zu lindern, die oft mit der Krebsbehandlung einhergehen.

Sicherheit und Dosierung

Obwohl Cannabis viele Vorteile bietet, ist es wichtig, dass Tierhalter sich bewusst sind, dass die Verwendung von Cannabisprodukten in der Tiermedizin noch in den Kinderschuhen steckt. Die Forschung ist begrenzt, und nicht alle Produkte sind wirksam. Daher ist es entscheidend, vor der Anwendung einen Tierarzt zu konsultieren. Die Dosierung von CBD kann nämlich je nach Tierart, Gewicht und Gesundheitszustand variieren. Tierhalter sollten sicherstellen, dass sie Produkte verabreichen, die speziell für Tiere entwickelt wurden, und auf Qualität achten.

Cannabis hat also das Potenzial, eine wertvolle Ergänzung in der Tiermedizin zu sein. Während die Forschung in diesem Bereich weiterhin voranschreitet, ist es wichtig, sich als Tierhalter gut zu informieren und eng mit einem Tierarzt zusammenzuarbeiten, um die besten Behandlungsergebnisse für ihre Tiere zu erzielen. So könnte Cannabis in der Tiermedizin einen völlig neuen Horizont schaffen, wie wir über die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Haustiere denken, und möglicherweise auch hier neue Wege zur Linderung von Leiden eröffnen.

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